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Ein Abschied und ein Neuanfang: Die Ära von Elke Borgmann bei den Duisburg Flying Bats

Am 21. März fand die Jahreshauptversammlung der Duisburg Flying Bats statt. Im Tagesablauf stand unter anderem die Wahl des neuen Vorstands an. Elke Borgmann stellte sich nicht mehr zur Wahl. Es war ein emotionaler Moment, da ausgerechnet Elke, die Softball-Trainerin und eine der Vereinsgründerinnen von 2020, vier Jahre lang im Vorstand aktiv war.


Die Duisburg Flying Bats möchten sich bei Elke für ihr außergewöhnliches Engagement bedanken und sie unseren Mitgliedern und Fans in einem kurzen Interview vorstellen.


Flying Bats: Liebe Elke, vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Wie bist du zum Softball gekommen?


Elke: Ich glaube, es war im Sommer '94, als ich mit meinen Kindern auf einem Sportfest in Mülheim war und ein Team sah, das gerade Softball präsentierte. Ich kannte den Sport bis dahin noch nicht, war aber gleich begeistert, weil ich als ehemalige Handballerin natürlich gerne Bälle werfe und fange. Eine Woche später habe ich mich bei dem Softballteam der Mülheim Vipers angemeldet. Das war dann auch der Zeitpunkt, wo ich Veyra kennengelernt habe und wir seitdem gemeinsam Softball spielen. Also tatsächlich genau seit 30 Jahren, fällt mir da gerade auf!



Flying Bats: Was hat dich dazu gebracht, Trainerin zu werden?


Elke: Ich hatte eine Verletzung am Knie und konnte nicht mehr catchen, angeblich nie wieder. Da hatte ich dann schlagartig keine Lust mehr und habe mitten in der Saison 2006 aufgehört. Ende der Saison hat unser damaliger Trainer Dirk Kombert auch aufgehört. Und so kam es, dass das Team mich fragte, ob ich Coach werden möchte. Dirk war ein super Trainer, und so war das schon eine Herausforderung für mich, ob ich das auch so gut hinbekomme. Am Ende hat es geklappt.



Flying Bats: Das Jahr 2020 war sicherlich eine Herausforderung für viele Vereine. Wie habt ihr es geschafft, den Verein erfolgreich zu gründen und aufzubauen, insbesondere in einer Zeit, die von Unsicherheit geprägt war?


Elke: Ja, das ist eigentlich kaum zu glauben. Direkt nach der Gründungsversammlung kam der Lockdown. Viele Vereine haben Mitglieder verloren, wir sind mit 32 gestartet und waren Ende 2020 sogar ein paar mehr. Ich denke, wir 32 Menschen, die vom alten Verein im Dezember 2019 gekündigt wurden, waren dadurch irgendwie zusammengewachsen und wollten die dadurch erforderliche, sehr spontane Neugründung durchziehen. Das war ein riesiger Kraftakt, das in kurzer Zeit hinzubekommen. Vielleicht war es gerade das, was uns angetrieben hat.



Flying Bats: Mit deinem Rücktritt aus dem Vorstand steht eine neue Ära bevor. Was möchtest du deinen Nachfolgern mit auf den Weg geben?


Elke: Ich möchte ihnen möglichst wenig mit auf den Weg geben, denn die haben ja ihre eigenen Vorstellungen. Ich habe ein gutes Gefühl mit unseren neuen, eine ganze Generation jüngeren Leuten. Deswegen trete ich auch gerne zurück.


Flying Bats:Welche Zukunftsvision hast du für den Verein?


Elke: Für Visionen ist der Vorstand zuständig, das ist sogar eigentlich die Kernaufgabe des Vorstands. Und natürlich auch die Verwaltung. Aber wenn wir wachsen wollen, wenn wir uns verbessern, verändern wollen, dann müssen wir den Vorstand unterstützen. Das heißt konkret, dass wir uns um die alltäglichen Dinge im Verein mehr kümmern als der Vorstand. Rasen mähen, Platzpflege usw. Ja, aber meine Vision oder besser mein Wunsch ist, dass es immer weitergeht und wir noch besser werden.




Flying Bats: Abseits des Softballplatzes, was sind deine persönlichen Interessen und Leidenschaften, und wie planst du, deine Zeit nach dem Rücktritt zu verbringen?


Elke: Ich spiele tatsächlich seit einiger Zeit Golf. In der Pandemie habe ich meinen Frust über den Lockdown auf diversen Driving Ranges förmlich weggehauen. Einmal waren es 180 Bälle am Stück. Danach ging es mir echt besser. Mittlerweile spiele ich auch richtig, aber auch richtig schlecht und sehr selten. Das kommt wohl doch erst nach dem Softball. Jetzt will ich einfach nur genießen, Coach zu sein und nach mehr als 14 Jahren keine weitere Aufgabe im Verein zu haben.



Die Duisburg Flying Bats möchten sich bei Elke Borgmann für ihre jahrelange Hingabe und ihren Beitrag zum Verein bedanken. Ihr Engagement als Trainerin, Vorstandsmitglied und Gründungsmitglied hat maßgeblich zum Erfolg des Vereins beigetragen. Ihr Rücktritt markiert das Ende einer Ära, aber auch den Beginn einer neuen Phase für den Verein. Wir wünschen Elke alles Gute für ihre Zukunft und sind dankbar für ihre unermüdliche Unterstützung.

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